Jogi Löw über Vorteile von Tieren beim Fußballspiel

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„Sagnwermal, wir haben unser Revier, unseren sicheren Horst im Dschungel jetzt bezogen, von daher kann die WM jetzt losgehen.“ Jogi Löw steht am Pool des WM-Quartiers, lässig gekleidet in Adiletten und einer Speedo-Badehose, zieht genüsslich an einer Zigarette und beobachtet Lukas Podolski dabei, wie er mit einer großen Lupe versucht, mittels eines gebündelten Sonnenstrahls ein Brandloch in die Stirn von Bastian Schweinsteiger zu brennen. „Ach, der Lukas … soll er doch machen. Erstmal kann der Schweini eh nicht köpfen und außerdem hab ich ihn sowieso nur für die Stimmung mitgenommen, denn die ist högscht wichtig, wenn man Weltmeister werden will, Herr Cornelius.“

„Aber sehen Sie, wie unpräzise und wackelig der Lukas die Lupe hält. Einem Falken, zumal einem Wanderfalken, würde so etwas niemals passieren. Diese Tiere sind in Form und Flügel gegossene Präzisionsmaschinen, ausgerichtet zum schnellen und schmerzlosen Töten – leider nicht zum Fußballspielen. Aber wenn Sie sich das vorstellen, wie solche Falken Fußball spielen könnten, dann müssen Sie zwangsläufig mit der Zunge schnalzen.“

Meine Bemerkung, ich können mir Vieles vorstellen, habe mir auch wirklich auf Grund meines Berufs als Starreporter schon Vieles vorgestellt und vorstellen müssen, aber bei Falken, die Fußball spielen, da versage meine Fantasie nun doch ein wenig – und dass, obwohl ich wirklich gerne diese „Die Welt ohne Menschen“-, „Der Mensch ohne Welt“- oder „Was, wenn die Tiere die Welt der Menschen übernehmen“-Dokus auf NTV angeschaut habe, wo ja so einiges durchgespielt werde. Das bringt den Bundestrainer nicht aus dem Konzept. Vielmehr versucht er, mir plastisch darzustellen, wie die Vorteile von Falken beim Fußballspiel aussehen würden:
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KLOSE »Als ich das letzte Mal betrunken war…

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DICHTER DRAN: Sebastian Lehmann

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Heute im Portrait bei DICHTER DRAN: Sebastian Lehmann, Autor und Moderator des Kreuzberg Slam.

SebastianLehmann

Fotograf: Hendrick Schneller

Sebastian Lehmann, in Freiburg geboren, lebt in Berlin. Seit über zehn Jahren schreibt er Kurzgeschichten über Themen wie Langeweile, Schlafen, Apokalypse, Kapitalismus und neuerdings auch Elche. Er liest auf Poetry Slams in ganz Deutschland und bei der Lesebühne Lesedüne in Kreuzberg. 2013 erschien sein Hyperrealität-Hipster-Roman Genau mein Beutelschema beim Aufbau-Verlag und im September 2014 kommt seine Geschichtensammlung Kein Elch. Nirgends ebenfalls bei Aufbau heraus.

Hier seht ihr seinen Auftritt beim Kreuzberg Slam am 06.05.2014:

DICHTER DRAN: Martin Gotti Gottschild

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Heute wollen wir euch bei DICHTER DRAN Martin “Gotti” Gottschild vorstellen:

gottschild

Martin “Gotti” Gottschild lebt. Ganztägig. Das Atmen macht ihm Spaß. Er war schon mal DDR-Meister im Bogenschießen, Abiturient, Musikalienhändler, berühmt, Garderobenfrau und ein gefürchteter Klingelton. Im Spätsommer 2003 schreibt er seine erste heitere Kurzgeschichte, weil er zwar gerne lacht, aber eben nicht so lange. Ein Jahr später erfindet er “Tiere streicheln Menschen” – die Actionlesung.

Hier seht ihr seine beiden Auftritte beim Kreuzberg Slam im Mai:

Das Wintermärchen do Brasil von Werner Herzog

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Während die Nationalmannschaft noch in Europa weilt, der finale Kader feststeht und nur noch ein Testspiel gegen die Armenier ansteht, denkt die mediale Öffentlichkeit, dass im WM-Camp in Campo Bahia noch alles ruhig und relaxed zugeht, Internetanschlüsse noch von den örtlichen Klempnern verlegt werden und ansonsten jeder froh ist, dass der extra gebaute Trainingsplatz seit vorgestern einen elektrischen Jaguar-Abwehrzaun sein Eigen nennt, treibt sich dort, im verbliebenen Dschungel, aber ein Mann umher, den man so dort nicht erwartet hätte: Werner Herzog!

Aber was macht er dort, warum weilt er dort, wo sich bald die besten Spieler Deutschlands (minus Kevin Kuranyi und Mario Gomez) im Schweiße ihres Angesichts die Lunge aus dem Leib rennen werden? Werner Herzog blinzelt gegen die Sonne, Werner Herzog blinzelt gegen den Schatten und Werner Herzog blinzelt gegen die Kamera – generell blinzelt Werner Herzog sehr viel, mal abgesehen von seiner letzten Rolle als Schauspieler, als er in „Jack Reacher“ den Oberschurken spielte und seine naturgegebene Bedrohlichkeit durch ein selbst auferlegtes Blinzelverbot exponentiell steigerte. Werner Herzog wischt sich den Schweiß aus den Augen und den Achselhöhlen, ehe er mir sein Geheimnis verrät: Er wurde vom DFB, namentlich von Oliver Bierhoff, dazu auserkoren, das „Märchen do Brasil“ (so der Arbeitstitel) als Regisseur zu betreuen, die im Geheimen geplante Kino-Dokumentation über das deutsche Team bei der WM 2014.
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